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Prader Willi Syndrom Vereinigung
Deutschland e.V.
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PWSVD fördert Psychologie-Praktika

In vielen Bereichen, wie etwa in den bundesweiten endokrinologischen Zentren, wird Menschen mit dem Prader-Willi-Syndrom heute durch kompetente Ärzte schon sehr gut geholfen, so dass es bei vielen Patienten in den letzten 20 Jahren zu einer deutlichen Verbesserung der Lebenssituation kam. Einer der Bereiche, in denen es leider an Experten mangelt ist der der Psychologie. Es gibt kaum gut ausgebildete Psychologen, die das Prader-Willi-Syndrom kennen und die Patienten behandeln können – sowohl im pädiatrischen Bereich als auch bei den Erwachsenen. Dem möchte die Prader-Willi-Syndrom Vereinigung Deutschland e.V. entgegentreten, indem sie 6-Wochen-Praktika von Studenten der Psychologie mit einer einmaligen Zahlung von 200,- Euro unterstützt. Voraussetzung für die finanzielle Unterstützung ist, dass sie dieses Praktikum in einer Einrichtung für Menschen mit Prader-Willi-Syndrom (PWS) und ausschließlich im Bereich der Betreuung von Menschen mit dem PWS absolvieren und der/die Studierende im Anschluss einen kurzen Erfahrungsbericht für die Prader-Willi-Syndrom Vereinigung verfasst.
Zu den kognitiven Besonderheiten des Prader-Willi-Syndroms gehören:

  • In der Regel eine leichte bis mittlere Intelligenzminderung
  • Eingeschränkte kognitive Flexiblität, insbesondere bei Abweichungen von täglichen Routinen
  • Verminderte Kompetenz in der Wahrnehmungsverarbeitung und im Entwickeln von Problemlösungsstrategien

Zu den psychischen und emotionalen Besonderheiten des Prader-Willi-Syndroms gehören:

  • spontane Stimmungsschwankungen sowohl zum positiven als auch zum negativen.
  • Negative Stimmungsschwankungen enden nicht selten in Wutausbrüchen
  • die affektiven Reaktionen sind überzeichnet
  • fehlende Impulskontrolle
  • verminderte Fähigkeit zur Selbstkontrolle in krisenhaften Situationen
  • verminderte Fähigkeit zum Perspektivwechsel

Die pädagogisch-psychologischen Zielsetzungen in der stationären und ambulanten Betreuung sind:

  • Erweiterung der sozialen Kompetenzen
  • Erweiterung der Selbststeuerungsfähigkeiten
  • Verringerung der innerpsychischen Konflikte
  • Verringerung der Verhaltensauffälligkeiten
  • Verbesserung der Lebensqualität

Sollten Sie Interesse an einem solchen Praktikum haben, so melden Sie sich bitte in folgenden Einrichtungen:

  • Regens Wagner/Absberg, Dr. Hubert Soyer, hubert.soyer@regens-wagner.de
  • kreuznacher diakonie, Laura Kirsch

 

Ihr Ansprechpartner bei der Prader-Willi-Syndrom Vereinigung ist:

Inga Koenen, ingakoenen@prader-willi.de